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Trinken Katzen ausreichend?

Dr. Christine Jensen
Dr. Christine Jensen

Katzen kommen ursprünglich aus der Wüste. Da Wasser hier knapp ist, musste sich die Evolution für dort beheimatete Tiere etwas einfallen lassen. Wasser hat für den Körper u. a. die Bedeutung, harnpflichtige Stoffe, meist Abfallprodukte des Stoffwechsels, über die Niere auszuscheiden. Für die in der Wüste lebende Katze bedeutete das: Wasser ist knapp, die Niere muss den Urin stärker konzentrieren, um Wasser zu sparen. Dieses Erbe tragen unsere Samtpfoten auch heute noch, auch wenn sie inzwischen in gemäßigten Breiten unterwegs sind. Deshalb ist es falsch, die tägliche Wasseraufnahme der Katze mit der eines Hundes oder uns Menschen zu vergleichen. 


In der Wüste haben Katzen ihren Wasserbedarf weitgehend über ihre Beutetiere gedeckt. Füttert man seiner Katze Trockenfutter, ist hierin nur ca. 9 % Wasser enthalten. Dies reicht nicht aus, um den Flüssigkeitsbedarf zu decken. Für den Körper heißt es ein Signal zu senden, damit genügend Wasser für eine normale Körperfunktion vor- handen ist – das Signal heißt Durst. Katzen, die Feuchtfutter bekommen, haben auch Durst, aber erheblich weniger als Katzen, die Trockenfutter fressen. Letztere trinken nachweislich mehr als Katzen, die Dosenfutter bekommen. Einige Katzen verweigern sogar die Futteraufnahme, wenn nicht genügend Wasser vorhanden ist. Auch nach der Tockenfutter-Mahlzeit laufen Katzen häufiger zum Napf, um das fehlende Wasser in den Kroketten auszugleichen.


Wegen befürchteter Harnsteine geht die Sorge um, dass die Katze nicht genügend trinken könnte. Es gibt immer wieder Berichte von Katzen, die nicht ausreichend Wasser freiwillig aufnehmen. Diese Tiere sind aber eher die Ausnahme und eine fundierte Ursachenforschung ist beim reinen Hören-Sagen nicht möglich. Bei Wohnungskatzen empfiehlt es sich an mehreren Stellen weitere Näpfe wie z. B. unseren Josera Hundefutter-Napf aufzustellen. Der Wassernapf sollte in ausreichender Entfernung zum Futternapf und selbstverständlich auch zum Katzenklo stehen.


Etwas Experimentierfreude kann sich lohnen. Immer wieder erreichen uns Berichte, dass Katzen nun erheblich mehr trinken, seit etwas im Zusammenhang mit der Wasserquelle verändert wurde. Trinkbrunnen, andere Näpfe, Wasserpfützen in der Dusche, laufende Wasserhähne usw. können eine Alternative zum bisherigen Wassernapf sein. Bei Freigängern kann man das Trinken häufig gar nicht kontrollieren. Das frischeste Wasser wird von vielen Katzen verschmäht, wenn ein Teich oder eine andere Wasserquelle in der Nachbarschaft lockt. Bei diesen Katzen muss natürlich stets auf ausreichend Auslauf geachtet werden. Fleischbrühe und verdünnte Katzenmilch sollten nur in Ausnahmefällen verwendet werden, da Mineralstoff- und bei letzterem auch der Energiegehalt u. U. nicht zu unterschätzen sind.


Dr. Christine Jensen

Ernährungswissenschaftlerin bei Josera

www.josera-katze.de