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Physiotherapie für Hunde

Im Einklang mit Körper, Geist und Seele!

Susanne Metzger
Susanne Metzger

Für uns Menschen ist es völlig normal, bei Muskelverspannungen, Gelenkerkrankungen, neurologischen Problemen oder nach Operationen zur Physiotherapie (Krankengymnastik) zu gehen.

 

Auch bei unseren Hunden tauchen Heute immer öfters und früher Schädigungen am Bewegungsapparat auf. In den europäischen Nachbarländern und den USA gehört die Hundephysiotherapie, neben der Behandlung durch den Tierarzt, zu einer sinnvollen und weit verbreiteten Zusatztherapie. Natürlich ersetzt die Hundephysiotherapie auf keinen Fall eine tierärztliche Behandlung. Erfahrene und seriöse Therapeuten arbeiten grundsätzlich eng mit dem Tierarzt zusammen.

 

Die Hauptziele der Hundephysiotherapie sind Schmerzlinderung, ein möglichst beschwerdefreies Leben, ein entspannter und zufriedener Hund. Mit gezielten Therapien können wir positiv auf Skelett, Muskeln und Gewebe einwirken und auch andere Körperfunktionen wie z.B. Durchblutung, Nervensystem, Lymphsystem und Kreislauf positiv beeinflussen.

 

Die Anwendungsgebiete und Ziele in der Hundephysiotherapie unterscheiden sich nicht wesentlich von denen in der Humantherapie.

  • Skeletterkrankungen wie z.B. Hüftgelenk- und Ellenbogendysplasie (HD + ED), Wirbelsäulenerkrankungen, Knochenbrüche und Luxationen
  • Verschleißerkrankungen wie z.B. Arthrosen
  • Neurologische Erkrankungen wie z.B. Bandscheibenvorfälle, Cauda-Equina-Syndrom, Wobbler-Syndrom, Lähmungen, Nervenerkrankungen
  • Rehabilitation nach Operationen und Unfällen (z.B. künstliches Hüftgelenk, Knochenbruch, Bänder- und Muskelriss) zur Förderung der Heilung, dem gezielten Muskelaufbau und zur Verbesserung der Beweglichkeit
  • Muskelerkrankungen wie z.B. Muskelverspannungen, Muskelschwund, Muskelverkürzungen
  • Lymphgefäßerkrankungen wie z.B. Lymphödeme, Lymphgefäßentfernung
  • Narbenbehandlung bei Narbenverhärtungen oder Narbenbeschwerden
  • Atemtherapie bei Atemwegserkrankungen, nervösen, ängstlichen oder immobilen Hunden
  • Therapien zur Vorbereitung auf Operationen
  • Entspannung und Verbesserung des Körpergefühls ängstlicher, nervöser oder aggressiver Hunde
  • Muskelaufbau und Muskelentspannung bei Sport-, Arbeits- und Diensthunden
  • Altersbeschwerden

Die Physiotherapie setzt ganzheitlich an und als natürliches Heilverfahren vermittelt sie dem Körper, wie er sich nach einer Krankheit wieder richtig bewegen muss. Als Gesundheitsvorsorge kann sie Schädigungen am Bewegungsapparat hinauszögern oder sogar verhindern. Die Arbeit am und mit dem Hund wirkt sich nicht nur positiv auf Gelenke, Muskeln, Bänder und Sehnen aus, sondern hat auch eine positive Wirkung auf die Seele und das Verhalten des Hundes. Gerade hyperaktive, ängstliche oder auch aggressive Hunde zeigen schnell eine positive Veränderung. Durch gezielte Massagegriffe oder Behandlungen, wie z. B. die Reflexzonenmassage an Ohren und Pfoten, lernt der Hund zu entspannen. Dies wirkt sich auf das Wesen des Hundes aus und verknüpft der Hund die Behandlung mit positiven Erfahrungen kommt es natürlich auch viel schneller zu Erfolgen.

 

Wie in der Humantherapie macht die Technik auch vor der Hundephysiotherapie nicht halt. Unterwasserlaufband, Schwimmbad und Co. sollten aber nur ein Hilfsmittel zur Therapie sein. Viele Hunde haben Angst und müssen daher langsam an diese Behandlungsformen herangeführt werden. Das kann unter Umstände einige Wochen dauern. Kommt der Hund aber zu Beginn der Therapie nur in die Praxis um sich an das Neue zu gewöhnen, verstreicht viel kostbare Zeit. Die Arbeit mit den Händen und der direkt Hautkontakt sollten immer im Vordergrund stehen. So kann der Therapeut jederzeit auch feststellen ob die Behandlung wirklich Erfolge bringt und sich etwas verändert hat. Auch wenn sich der Hund an das Schwimmbad oder Unterwasserlaufband gewöhnt hat oder sowieso gerne ins Wasser geht, darf der Therapeut nicht auf Behandlungen mit seinen Händen verzichten.

 

Eine gute Behandlung setzt sich immer aus mehreren Behandlungstechniken zusammen. So können keine einseitigen Bewegungsabläufe antrainiert werden und für den Hund bleibt es abwechslungsreich und spannend.

 

Hundephysiotherapie = Vertrauen - Zeit - Zusammenarbeit

 

Wenn Hunde in die Praxis kommen haben sie oft traumatische Erfahrungen, z.B. durch Operationen oder Schmerzen. Dann kommt auch noch der Therapeut und will an den kranken Gelenken oder verspannten Muskeln arbeiten. Kein Hund findet das im ersten Moment besonders schön. Hund und Besitzer müssen Vertrauen zum Therapeuten aufbauen und haben. Beide sollen gerne in die Praxis kommen. Immer wieder mache ich die Erfahrung, dass Hunde spätestens nach der zweiten Behandlung von alleine in die Praxis gehen und warten, dass endlich die Tür aufgeht.

 

Zeit, ist ein weiteres Zauberwort in der Hundephysiotherapie. Zeit für den Hund, aber auch für den Besitzer. Das Gespräch mit dem Besitzer ist ein wichtiger Teil der Behandlung. So erfahre ich etwas über den Hund, seine Vorlieben, Abneigungen, sein Wesen. Aber auch über die Ängste und Befürchtungen des Besitzer und Ängste und Befürchtungen haben wir immer wenn unser Hund sich nicht wohl fühlt, krank ist oder alt wird.

 

Hundekrankengymnastik funktioniert nur wirklich, wenn Therapeut, Besitzer und Hund eine Einheit bilden, sich Zeit füreinander nehmen und zusammenarbeiten.

 

Natürlich können wir Therapeuten keine Wunder bewirken und es dauert, je nach Beschwerden, bis die ersten Erfolge sichtbar werden. Oft ist der Hund auch, wegen degenerativen Gelenkerkrankungen, ein Dauerpatient und muss bzw. sollte für den Rest seines Lebens behandelt werden.

 

Ziel muss aber trotzdem sein, dass der Hund schnell wieder gesund oder weitgehend beschwerdefrei wird und nicht möglichst lange und oft in die Praxis kommt. Die Behandlungsdauer richtet sich nach dem Einzelfall. Für ein optimales Ergebnis werden in der Regel 6-10 Behandlungen benötigt. Daher ist eine Mitarbeit des Besitzers unumgänglich. Der Hundebesitzer muss aktiv bei der Behandlung mitarbeiten und bekommt daher gezielt Hausaufgaben und Tipps um von zu Hause aus die Behandlung zu unterstützen.

 

Ich hoffe ich konnte Ihnen die Arbeit der Hundephysiotherapie etwas näher bringen.

 

Susanne Metzger

Hundephysiotherapie Vitale Pfoten

www.vitale-pfoten.de